Ein Leben ohne Smartphone ist für viele von uns unvorstellbar. Das Handy wird zu unserem täglichen Begleiter, wir sind ständig erreichbar und vor allem durch Social Media miteinander vernetzt. Wir verbringen Stunden unseres Tages damit, durch unseren Feed zu scrollen, wo uns neben subtiler Werbung auch haufenweise bearbeitete Bilder begegnen. Stupsnasen, hohe Wangenknochen, volle Lippen, reine Haut, schmale Taillen, Muskeln und Sixpacks dominieren die allgemeine Definition von Schönheit und lassen wenig Raum für Abweichungen und Diversität.  

In einer Zeit, in der Filter und benutzerfreundliche Bildbearbeitungsprogramme unser Schönheitsideal bestimmen, sind gerade junge Menschen besonders anfällig für ein verzerrtes Selbstbild. Dazu gesellt sich ein personalisierter Algorithmus, der auf unsere Interessen, Gewohnheiten und Bedürfnisse zugeschnitten ist, uns in seinen Bann zieht und für Stunden an den Bildschirm fesselt.  

Behind the filter: zwischen Werbung und Filtergesichtern den Durchblick bewahren 

Umso wichtiger ist es, dass wir einen kompetenten und bewussten Umgang mit sozialen Medien bereits in jungen Jahren fördern. Das Internet bietet neben unzähligen Vorteilen eben auch Tücken und Herausforderungen. Denn zwischen Schleichwerbung, Kaufempfehlungen und Filtergesichtern den Durchblick zu bewahren, ist nicht gar nicht mal so einfach. 

Damit Kinder und Jugendliche lernen, einen kritischen Blick auf die Welt der Influencer*innen zu werfen, haben wir unsere Workshop-Reihe #behindthefilter – Soziale Medien neu denken ins Leben gerufen. Schließlich stecken hinter vielen Posts Geschäftsmodelle, die häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind.  

 

Neben theoretischen Inhalten zum Thema Influencer Marketing und Datenschutz befassen sich die Teilnehmer*innen im interaktiven Part unseres Workshops mit Schönheitsidealen, Bildbearbeitung und der Gestaltung ihres persönlichen Wunsch-Feeds. Im Zentrum steht hierbei, den eigenen Wünschen und Bedürfnissen Gehör zu verschaffen. Wie soll sich Social Media verändern, damit du dich wohlfühlst? Welchen Content möchtest du in deinem Feed sehen?  

Diese Fragen sollen sich die Teilnehmer*innen stellen, während sie sich kreativ ausleben und ihren individuellen Feed gestalten.  

 

Die Herausforderung der jungen Generation 

Unser Workshop begleitet Kinder und Jugendliche dabei, einen bewussteren Umgang mit sozialen Medien zu entwickeln, indem sie die geteilten Inhalte sowie ihr eigenes Konsumverhalten hinterfragen. Auch die dazugehörige Kampagne auf unserem Instagram-Kanal soll junge Menschen in ihrem Umgang mit sozialen Medien sensibilisieren und sie zu einem bewussten und verantwortungsvollen Nutzen anregen.

Jede Generation wird mit anderen Herausforderungen konfrontiert. Umso wichtiger ist es, Kindern und Jugendlichen Kompetenzen zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, genau diese zu bewältigen. Durch unsere Workshop-Reihe treten wir in den Dialog mit jungen Menschen, die tagtäglich mit sozialen Medien konfrontiert werden: mit sozialen Medien, die einerseits Kommunikationswege und den Zugang zu Information erleichtern … Die Inspirationsquelle oder kreatives Ventil sein können … Und die auf der anderen Seite ein hohes Suchtpotential bergen, unsere Zeit fressen, unsere Daten klauen und unser Konsumverhalten beeinflussen. 

Willst du mehr über den Workshop erfahren? Dann schau doch mal auf unserem Instagram-Kanal @kinderrechteforum vorbei. Dort findest du neben Themenposts auch die erarbeiteten Inhalte der Workshop-Teilnehmer*innen. 

ÜBER DAS KRF

Das KRF ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Köln und setzt sich seit 2014 für die Verwirklichung von Kinderrechten ein. Der Fokus liegt dabei auf den Themen Demokratie, Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.  

Verfasserin

Leonie Schäfer

Fachbereich Information & Kommunikation
Telefon: 0221/98253-156
E-Mail: kommunikation@kinderrechteforum.org