Seit Monaten demonstrieren SchĂŒler und SchĂŒlerinnen im Rahmen der Fridays for Future Bewegung weltweit fĂŒr mehr Klimaschutz. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Klimaschutz aber auch eine PrioritĂ€t in der Politik bekommen. AnlĂ€sslich der bevorstehenden Europawahl werden am Freitag, den 24. Mai, junge Menschen in ganz Europa erneut auf die Straßen gehen, um auf die Bedeutung der Wahl fĂŒr unser globales Klima aufmerksam zu machen.

Was will die Fridays for Future Bewegung erreichen?

Die Fridays for Future Bewegung fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, insbesondere das Ziel, den Temperatureinstieg der Erde auf 1,5°C zu beschrĂ€nken.  FĂŒr Deutschland fordern sie konkret den Kohleausstieg bis 2030 und 100% erneuerbare Energien bis 2035. Entscheidend ist es, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich zu reduzieren.Bis Ende 2019 fordert die Bewegung daher zudem das Ende der Subventionen fĂŒr fossile EnergietrĂ€ger (also Braunkohle, Erdgas, Erdöl usw.), die Abschaltung von ÂŒ der Kohlekraft und eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. 

Die wöchentlichen Demonstrationen gibt es nun schon eine ganze Weile, fĂŒr Freitag wird aber nochmal zu einem globalen Streik aufgerufen. Doch warum ist die Europawahl so bedeutend fĂŒr die Ziele der Fridays for Future Bewegung? Bisher haben die jungen Menschen besonders in den Medien eine hohe Reichweite erzeugt und in der Gesellschaft viel Aufsehen erregt. Jetzt heißt es, auch die Politik zu erreichen. Denn vor allem die Politik steht in der Verantwortung, die notwendigen Rahmenbedingungen fĂŒr einen Wandel zugunsten des Klimas zu schaffen. Klimafreundliches und nachhaltiges Handeln muss attraktiv und bezahlbar werden – klimaschĂ€dliches Handeln dagegen unattraktiv und teuer.  

„Die Klimakrise ist die grĂ¶ĂŸte Herausforderung der Gegenwart und muss oberste PrioritĂ€t in
der Politik haben. Es sind radikale Klimaschutzmaßnahmen notwendig, um die Einhaltung
des 1,5 Grad-Ziels noch gewĂ€hrleisten zu können. Als drittgrĂ¶ĂŸter CO2-Emittent weltweit
trĂ€gt die EU eine besondere Verantwortung im Kampf gegen die Klimakrise.“

Fridays for Future 

 Was sagen die Parteien in Deutschland dazu? 

GrundsĂ€tzlich befĂŒrworten die meisten großen Parteien das Klimaschutzabkommen von Paris. Sie stimmen auch darin ĂŒberein, eine GebĂŒhr auf CO2-Emissionen zu erheben und diese dadurch weiter einzusparen. Ein weiterer großer Punkt in den meisten Wahlprogrammen ist der Wechsel zu erneuerbaren Energien – und das europaweit. Die CDU/CSU, die SPD und die GrĂŒnen wollen zudem weitere Strategien zur Plastikvermeidung entwickeln und so den PlastikmĂŒll reduzieren. Nur die AfD steuert dagegen und lehnt bestehende Klimaabkommen ab. Sie setzt eher auf einen Mix aus Kohle, Öl, Gas, Wasserkraft und Atomstrom. Insgesamt scheint es trotzdem so, dass die Klima- und Umweltpolitik bei den meisten Parteien keine besonders hohe PrioritĂ€t in ihrem Wahlprogramm hat. Lediglich die GrĂŒnen wollen die EU zu einer Union des Klimaschutzes machen, das bedeutet, dass bei den Entscheidungen der EU die Ökologie im Mittelpunkt stehen soll.

Das wollen die Teilnehmer*innen der Fridays for Future Ă€ndern und mit der globalen Demonstration an diesem Freitag noch einmal ganz besonders die Bedeutung der Umweltpolitik herausstellen.  Doch nicht nur die Politik muss umdenken – auch die wahlberechtigten EuropĂ€er und EuropĂ€erinnen mĂŒssen ihre Stimme nutzen, um gehört zu werden. Viele SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die sich jede Woche im Rahmen von Fridays for Future fĂŒr unser Klima einsetzen, dĂŒrfen bei dieser Wahl noch keine Stimme fĂŒr die Zukunft abgeben. Auch deshalb gehen tausende junge Menschen an dem Freitag vor der Wahl auf die Straße: Es ist wichtig, sein Wahlrecht zu nutzen und es ist wichtig, die eigene Stimme fĂŒr das Klima einzusetzen.

Egal ob wahlberechtigt oder nicht, bei dem globalen Klimastreik zur Europawahl ist jeder und jede willkommen. Von daher: Mach auch Du die Europawahl zur Klimawahl!

 #voteclimate – Mach die Europawahl zur Klimawahl !

KRF meets Fridays for Future

Das KRF setzt sich fĂŒr die Initaitve „Fridays for Future“ ein und hat hierzu eine eigene Infoseite eingerichtet. Auf der Seite erhalten von Sanktionen betroffene SchĂŒler*innen UnterstĂŒtzung, außerdem findet sich dort auch eine Petition, die die Politik auffordern soll zu handeln. Durch einen Klick auf den Button gelangst du zur Seite. Jede UnterstĂŒtzung zĂ€hlt!